Tag 3 – Torres del Paine – Schnee

Los Cuernos – Valle del Francés – Refugio Paine Grande

Vor der dritten Wanderung habe ich ziemlichen Respekt, denn sie ist mit Abstand die längste Tour und beinhaltet gleichzeitig eine ganze Menge Höhenmeter. Die Wanderung führt von der östlichen Spitze des Ws das mittlere Bein des Ws entlang, wieder zurück und zur westlichen Spitze des Ws. Dem mittleren Bein des Ws entspricht dabei das Valle del Francés. Dieses Tal ist ein weiterer Höhepunkt des Nationalparks mit beeindruckenden Aussichten auf hängende Gletscher, steile Felswände und diverse Berggipfel. Wir haben von diesen Aussichten zwar fast nichts gesehen, sind dafür aber durch eine schöne Winterlandschaft gewandert.

Wir sind früh in Los Cuernos aufgebrochen und haben die erste Etappe der Wanderung bis zum Anfang des Valle del Francés schnell geschafft. Bereits beim Losgehen in Los Cuernos konnten wir die niedrige Schneegrenze sehen.

Zelte morgens in Los Cuernos.
  
Lago Nordernskjöld
  Am des Fuß des Tales befindet sich der Campingplatz Italiano, bei dem wir unsere großen Rucksäcke liegen lassen, um mit kleinem Gepäck ins Valle del Francés aufzusteigen. Der Ranger empfiehlt uns, nur bis zum ersten von zwei Aussichtspunkten zu gehen, da der weitere Weg total eingeschneit sei und man sowieso nichts sehen würde. Ein südafrikanisches Pärchen, das wir schon aus Puerto Natales kennen, hat uns außerdem gewarnt, dass der Weg schwer zu finden sei. Diese beiden laufen den W-Trek in den selben 5 Tagen wie wir in die andere Richtung. Wir freuen uns, sie auf dem Campingplatz zu treffen und Erfahrungen auszutauschen. Sie sind im Gegensatz zu uns allerdings mit Zelt unterwegs und sehen an Tag 3 schon reichlich durchgefroren und mitgenommen aus.

Der Anfang des Aufstiegs ist noch grün.
  
  
Ein Blick auf den alleruntersten Teil des Gletschers am Paine Grande – der Rest ist in den Wolken verborgen.
  
Winter Wonderland
  
        

Ich bin mit einem sehr optimistischen Mann unterwegs, der für jede noch so schlechte Wetterlage nur den Kommentar übrig hat: Ich glaube, da hinten wird es heller.

Am ersten Aussichtspunkt treffen wir zwei Gruppen die den W-Trek als geführte Tour laufen. Da man nichts sieht, vertreiben sie sich die Zeit damit, einen Schneemann zu bauen.

Wir beschließen zurück zum Campingplatz Italiano zu laufen, da man wirklich nichts sieht und der Ranger gesagt hat, dass das Wetter garantiert nicht mehr besser wird heute.

„Ich glaube, da hinten wird es heller.“
  
Der erste Aussichtspunkt mit Schneemann
  

Als wir jedoch 20 min abgestiegen sind, wird es wirklich ein bisschen heller. Wir sind begeistert, ändern unseren Plan und steigen wieder auf, vorbei am ersten Aussichtspunkt und eine gute weitere Stunde bergauf. Es ist auf diesem Wegstück sonnig. Als wir nach einer Stunde auf dem Plateau ankommen, sehen wir allerdings genauso wenig wie vorher.

Der Weg in Richtung Campingplatz Britanico und zweiter Aussichtspunkt
  
Ein bisschen Gletscher
  
Wird es wirklich heller?
  
   
Auf dem Plateau ist auch keine Sicht.
    
Der Abstieg zum Campingplatz Italiano ist nass.
    
Auf dem Weg vom Campingplatz Italiano zum Refugio Paine Grande wird das Wetter besser.
  
  
Lago Sköttsberg
  
Wir durchqueren einen Parkabschnitt mit verbrannten Bäumen.
    
Calafate-Beeren am Wegesrand
    
Lago Sköttsberg. Los Cuernos verstecken sich immer noch.
    
  
Lago Pehoé. Wir sind fast da.
  
Blick auf den Paine Grande.
  
Lago Pehoé
    

Ein Pärchen Andengänse begrüßt uns am Refugio Paine Grande. Dieses Refugio kann mit dem Boot erreicht werden und ist dementsprechend groß und unpersönlich. Außerdem ist es kalt. Wir teilen uns das Zimmer mit einem erkälteten italienisch-französischen Pärchen, von dem wir uns abgucken, uns eine zweite Decke geben zu lassen.

Insgesamt war das eine wunderschöne Wanderung. Ein bisschen enttäuscht, dass wir im Valle del Francés nichts gesehen haben, sind wir trotzdem.

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2 Gedanken zu “Tag 3 – Torres del Paine – Schnee

  1. These are beautiful photos! I love the goose one especially. I forgot your itinerary, is why I didn’t find the photos right away. I saw Santiago and assumed you hadn’t made it south yet. (And of course the text didn’t help me figure out that you were flying home from there ;)) was it a guided tour that you took at the Torres or did you guys do it on your own? How’s being back at work?

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    1. We went without a guide. The W trek is well marked. We brought a GPS tracker that we didn’t need. When it’s more snowy, you might need it.

      About being back at work, I’m not decided yet.

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